Philip King

Philipp King Philip King wurde 1904 in England/Yorkshire geboren. Schon in jungen Jahren verspürte er den Wunsch, zum Theater zu gehen. Er schloss sich deshalb 1920 einer Theatertruppe an, mit der er den Norden Englands bereiste. In dieser Zeit als Schauspieler sammelte er durch die Umsetzung von Theaterstücken auf der Bühne die Erfahrungen, die er am Schreibtisch beim Verfassen von eigenen Bühnenvorlagen nutzen konnte. Denn er wußte, was bühnenwirksam ist und was nicht. So entstand 1938 sein erstes Stück „Without the Prince“ („Ohne den Prinzen“), das – im Grand Opera House in Harrogate uraufgeführt – zwei Jahre später auch im Londoner Westend mit großen Erfolg gespielt wurde. Während seines Militärdienstes in der Royal Air Force entstanden zwei weitere Stücke „On Monday Next“und „See How They Run“. Letzteres wurde als „Lauf doch nicht immer weg!“ auch mit großem Erfolg in Deutschland gespielt. Unter dem plattdeutschen Titel „Pasters, Pasters, nix as Pasters!“ wurde dieser turbulente Schwank bereits 1989/90 an der NDB gespielt und kommt nun erneut unter dem „Loop doch nich jümmer weg!“ zur Aufführung. Am 16. Februar 1961 wurde Philip Kings letztes Stück im Phoenix Theatre in London uraufgeführt: „Pools Paradies“. Es spielt in demselben geistlichen Haushalt wie „Loop doch nich jümmer weg!“, erzählt aber eine neue, vom ersten Stück unabhängige Geschichte. Die deutschsprachige Erstauführung erlebte „Pools Paradies“ im Juli 1983 in Münster als „Komm raus aus dem Schrank“. Die plattdeutsche Erstaufführung mit dem Titel „Glücksspeel in´t Pastorenhuus“ fand 1992 mit großen Erfolg am Ohnsorg-Theater statt. An der NDB lief dieser Schwank 2003/2004 als großer Publikumserfolg. Überhaupt gehören alle Übersetzungen von Kings Stücken heute zum festen Repertoire vieler plattdeutscher Bühnen. Philip King konnte allerdings den großen Erfolg seiner Stücke in Deutschland leider nur noch in den Anfängen miterleben. Er starb am 9. Februar 1979.