Flensburgs Niederdeutsche Bühne startet in eine neue Spielzeit

Direktor Rolf Petersen zieht für sein Ensemble Bilanz und gibt einen Ausblick auf das Programm der Niederdeutschen Bühne.

Mit der Premiere von „Rund um Kap Horn“ feiert die Niederdeutsche Bühne am 14. August ein Comeback mit vielen Besonderheiten. Die Bühne kooperiert zum ersten Mal mit dem Flensburger Schifffahrtsmuseum.

von Lena Preuß

FLENSBURG | Der Rückblick auf die vergangene Spielzeit fällt für die Niederdeutsche Bühne (NDB) in Flensburg eher kurz aus.

Aufgrund der Corona-Pandemie kamen in dieser Zeit nur 13 Aufführungen zustande, elf davon im Rahmen eines Modellprojekts mit nur insgesamt 50 Zuschauern pro Vorstellung. Doch trotz dieses Fazits bestehe für die NDB aktuell kein Grund zur Sorge, versichert der Direktor Rolf Petersen. „Wir fühlen uns nicht im Stich gelassen“, sagt er. Die NDB habe in den schwierigen Zeiten Hilfen und Fördergelder erhalten, womit der Erhalt des Theaters gesichert werden konnte.

Nach Spielverboten und Corona-Bedingungen nimmt das Theater nun seinen Spielplan zur Spielzeit 2021/2022 wieder auf. Pandemiebedingt laufe dies jedoch ein wenig anders. „Wir haben einen ehrgeizigen Spielplan durchgeplant, jedoch bewegen wir uns nur in einem Drei-Monats-Rhythmus vorwärts“, so Petersen bei einer Pressekonferenz. Deshalb finde man zunächst nur den Spielplan für August bis November 2021.

Gestartet wird die Spielzeit mit der Premiere des Stückes „Rund um Kap Horn“, einer musikalischen Küstenfahrt von Fritz Wempner. Die Aufführung wird begleitet von einer fünfköpfigen Band.

Erste Vorstellung am 14. August 

Die Premiere findet am 14. August im Hof des Schifffahrtsmuseums in Flensburg statt. Mit der Entscheidung für eine Freiluftveranstaltung habe man dem Infektionsgeschehen Rechnung tragen wollen. „Dort sei ein Infektionsrisiko einfach am geringsten und die Besucher können so am Besten geschützt werden“, so Petersen.

Die Proben für das Stück laufen bereits auf Hochtouren. Rolf Petersen berichtet von der Freude, mit der die Schauspieler bei den Proben dabei sind.

Da herrscht so ein Kribbeln auf der Bühne. Man merkt – das Ensemble möchte unbedingt wieder für die Zuschauer spielen. Genau dieses Kribbeln, diese Lust aufs Spielen – das spürt man gerade nach so einer langen Spielpause umso intensiver.

Neben dem Ensemble, welches um einiges größer ist als bei üblichen Veranstaltungen, überzeugt das Stück mit weiteren Besonderheiten.

Petersen macht klar: „Wenn wir eine Spielerlaubnis bekommen – dann spielen wir auch. Auch wenn der Saal nur Halbvoll ist.“ Somit kann der gesamte Hof zum Spielen genutzt werden und stellt sowohl für die Schauspieler als auch Zuschauer eine besondere Theatererfahrung dar.

Karten für die Premiere sind im Büro der NDB erhältlich. Der Einlass beginnt 45 Minuten vor Beginn der Vorstellung. Start ist um 19.30 Uhr. Sollte das Wetter an dem Tag der Premiere nicht mitspielen, wird es einen Ersatztermin geben. Die Zuschauer werden dann rechtzeitig per Mail oder Anruf informiert.

Weitere Premieren und Vorstellungen der ersten drei Monate Spielzeit sind:

 

 

Saisonstart

Das Programm der Niederdeutschen Bühne

  1. Bella Butenschön oder De Hillige Johanna Vun De Inbooköök, Premiere: Freitag, 10. September
  2. Een Hart ut Schokolaad (Wiederaufnahme): ab Freitag, 8. Oktober
  3. Dat Is överhaupt Nich Lustig! Gastspiel: Samstag, 16.Oktober
  4. PabPaBaMeTo –- Handmade Folksounds: Samstag, 6 November
  5. Pinocchio (Kinderstück 2021),Premiere: Freitag, 19. November

Alle Aufführungen finden im Studio statt.

Foto: Marcus Dewanger